Fisch sucht Pferd für gemeinsames Leben!

Wenn man manchmal durch die Straßen geht und sich die Menschen anschaut, vor allem die Paare, kommt einem der Gedanke. „ Wie haben sie zueinander gefunden?“
Es ist nicht wichtig! Gemeinsame Hobbies, Interessen? Die gleiche Lieblingsserie, den gleichen Sportverein? Lebensansichten teilen und genießen? Sicherlich alles richtig, doch kann es gut gehen? Eine Garantie bei deckungsgleichen Interessen gibt es nicht! Die gibt es ja sowieso nirgends, außer bei Elektronikartikeln oder sonstiger Massenware, die uns innerhalb von zwei Jahren das erste Mal um die Ohren fliegt und wir sie dann umtauschen gehen.
Das geht in einer Beziehung nicht so einfach. Man verliebt sich, man empfindet für den Anderen, man leidet mit ihm oder der Situation. Man hofft und bangt, lacht und leidet miteinander.
Reicht es zu lieben und da zu sein für den Anderen oder ist es das Prinzip der Liebe, alles für den Partner aufzugeben und zu verändern bis er einem auch wirklich gefällt? Biegen und Brechen den eigenen Charakter, die eigenen Wünsche? Das Lebensziel verschieben miteinander oder seinen Weg weitergehen? Notfalls alleine?!
Liebe sollte „bedingungslos“ sein! Geht das? Kann man wirklich alles fallen lassen, um den Partner sein gewünschtes „ICH“ zu gewährleisten? Aus Gründen der Individualität eigentlich unmöglich, oder nicht?
Die „normale“ Beziehungsstruktur weist auf, daß man Wünsche und Vorstellungen dem Partner weiterträgt, damit er sie erfüllt oder dem beiseite steht. Hoffungs-und Erwartungsvoll verstreicht die Zeit und man hat das Gefühl immer noch auf was zu warten. Aber auf was?
„WER ERWARTET, DER WARTET!!!
Und zwar ziemlich lang, eigentlich verstreicht die Zeit ins Endlose. Nix passiert! Wie auch? Ist aufgrund von Liebe eine Lebensveränderung notwendig? Muss man dauerhaft Kompromisse für die Liebe finden? Ist es dann noch Liebe oder das basteln einer Traumfigur? Man wünscht, man hofft, man liebt, doch wofür, wenn man immer wieder neu anfängt zu „erwarten“.
Sind es nicht die kleinen Momente und davon bitte viele, die wirklich Liebe ausmachen? Das Lächeln des anderen, sein Glück oder auch seine, Trauer erkennen und mit ihm teilen. Immerhin ist man ja irgendwie daran beteiligt. Ist es nicht der Moment, wo man erkennen sollte, nix zu erwarten, nichts verändern zu wollen, denn man hat eigentlich gefunden, wonach man sucht.
In unserer schnelllebigen Zeit und dem Dauerstress im Alltag kann man schnell unsicher werden, man sucht immer mehr nach den Momenten ,die einem inneren Frieden und Glückseligkeit schenken können. Man wartet förmlich darauf und wird wie immer enttäuscht. Man kann sie nicht suchen, nicht finden! Man muss sie erkennen!
Zwei Gefühlsmagneten, die sich permanent anziehen und die Stärken des Anderen nutzen, um gemeinsam eine größere Kraft zu entwickeln . Ohne Bedingungen, ohne Erwartungen! Kein Mensch kann alles für den anderen sein, daher gibt es auch keine Ausschließlichkeit. Die wirkliche Liebe läßt los, gewährleistet Individualität und Freiraum, läßt dem anderen seine Persönlichkeit und die Möglichkeit , eigene Wege zu gehen. Das Verschmelzen zweier Seelen im natürlichen Einklang mit sich selbst.
Wenn dieses geschieht, spielt es keine Rolle mehr, ob man sich als Fisch in ein Pferd verliebt oder märchenhaft als Aschenputtel den Prinzen trifft! Man erwartet nicht, man spürt in es in jeder Ader, die in einem strömt. Ein warmer Strom fließt durch den Magen, genannt Schmetterlinge, die Knie zittern beim Anblick des anderen, das Herz schlägt unerwartet höher, ein Grinsen überkommt einen ob man will oder nicht!
Gegensätze können anziehend sein, für eine Zeit….vielleicht für immer! Man kann es nie sagen…..doch immer fühlen, wenn es „wahr“ ist.
Wenn es so ist, dann darf auch mal ein Fisch an Land, oder ein Pferd baden gehen.
Plus und minus, ying & yang, schwarz und weiß!

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